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Leere

Was habe ich nur getan? Wie konnte so was nur passieren? Oh Gott, ich drehe langsam durch. Wegen diesen Schlafmangel den ich seit der Sache mit dem Spiegel habe bin ich total still geworden und mega gereizt. Ich traue mich nicht mehr zu schlafen. Jedesmal, wenn ich ins Bett gehe habe ich angst, also liege ich bis morgens um was weiß ich was wach im Bett und starre die Decke an. Ich muss jetzt sogar wieder mit Licht versuchen zu schlafen. Und man sieht mir an, dass ich wenig schlafe. Ich bin blasser als sonst und die Augenringe gehen schon aufs schwarze zu. Ich gehe meinen Eltern weites gehens aus dem Weg. Sie würden sich nur zu viel Sorgen machen. Bei meinen Freunden sieht es da aber ganz anders aus. Am Anfang ist es ihnen nicht so sehr aufgefallen, weil ich schon öfters die Nächte zum Tage gemacht habe. Nur jetzt fangen sie an Fragen zu stellen! Aber wie soll ich ihnen erklären, was mit mir los ist? "Hey Leute wie geht's? Mal so neben bei, ich werde ganz langsam aber sicher verrückt. Denn ich sehe Augen in 'nem Spiegel, die nicht da sind. Meine Haare färben sich von alleine weiß, aber hey, sonst geht es mir blendent. Und, was machen wir heute abend?" So geht das doch nicht!

Genauso ist es bei diesem Gefühl. Es macht mir fast genauso viel angst wie meine Träume, diese Dunkelheit und die Augen. Es ist das Gefühl, als ob dir etwas fehlen würde. Es ist eine Leere, die kaum zubeschreiben ist. Mir kommt es immer so vor, als ob ich vor einem großen dunklem Krater stehen würde, von dem man die andere Seite und den Boden nicht sehen kann. Und es ist egal, wieviel Wasser, Sand oder sonst was rein werfen würde, er wird nie auch nur Ansatzweise voll werden. Dieser Blick in diese Leere in mir macht mir angst, denn nichts und niemand kann sie ausfüllen. Also, wie kann man seinen Freunden so was erklären, ohne dass sie einen gleich für total irre halten? Es gab und es wird auch immer nur diesen einen Weg geben: Lügen! Und das hasse ich wie sonst was. Ich erzählte ihnen irgendwas von vielen neuen Büchern, die ich bis spät in die Nacht lese, von einer neuen Spieleseite und von einem neuem Chatfreund aus Neuseeland. Für ein paar Tage fragten sie mich dann nicht mehr. Dann aber kam dieser verdammte Freitag. Meine Freunde stellten sich gemeinsam vor mich hin und sagten mir, dass ich endlich aufhören soll zu lügen, da sie es mir so oder so ansehen können. Sie bedrängten mich so sehr, dass ich schwarz gesehen habe. Mein Blick fing wieder an sich zu vernebeln, ich hörte nur noch das Blut in meinenen Ohren rauschen. Mir schoss der kleine Junge durch den Kopf. Ich musste sofort von meinen Freunden weg. Ich schubste meine Freunde zur Seite und rannte so schnell ich konnte. Das Blut in meinen Ohren hörte sich wie ein tosender Wasserfall an. Ich war blind und ich wusste nicht, wo ich hin lief. Ich spürte wie die Wut in mir immer stärker wurde. Und meine Gedanken halfen dabei. "Warum können sie mir nicht einfach glauben? Ist es denn so schwer zu verstehen, dass ich ihnen nicht die Wahrheit sagen kann? Ich will nicht, dass ihnen etwas passiert!"

Meine Lunge schmerzte, als ich aufhörte zu rennen und die Luft einsog. Aber ich merkte den Schmerz in der Lunge kaum, denn es war ein anderer Schmerz, der durch meinen Körper zog. Die Wut war immer noch da und stieg von Sekunde zu Sekunde. Ich hätte alles dafür getan, dass die Wut in mir blieb, als das getan zu haben was dann passierte. Jemand sprach mich von der Seite an und dann kam es mir so vor, als ob ich den Rest im Kino gesehen hätte. Neben mir stand ein Obdachloser in alten Klamotten und roch sehr strak nach Urin. Er hatte mich nach etwas Geld gefragt und ich...? Ich packte ihn mit einer Hand an den Hals und hob ihn hoch. In meinem Arm kribbelte das Blut. Ein starker Drang ihn zu würgen durch fuhr mich und ich ließ ihn zu. Ich drückte meine Hand fester um seinen Hals, ich konnte seinen Puls spüren. Er rasste! Der Mann bekam panik, seine Augen weiteten sich und er versuchte sich krampfhaft von mir zu reißen. Seine Schläge auf meinem Arm wurden wie sein Puls immer schwächer, bis beides aufhörte. Er fiel auf den Boden, als ich meine Hand von ihm löste. Ich schrack zusammen, als mir klar wurde was ich getan habe. Ich reif sofort einen Krankenwagen und machte mich daran ihn wieder zu beleben. Bevor der Krankenwagen eintraff, habe ich mich um die Ecke versteckt und den Sanitätern von weitem zugesehen. Ich bekam noch mit, dass es dem Mann soweit gut gehen würde und er es überlebt. Ich lehnte mich an die Mauer und sackte in miich zusammen. Zitternd und weinend saß ich zusammen gekauert in einer Straße, die ich nicht kannte. Irgendwann beruhigte ich mich und starrte auf meine Beine, als mich etwas feuchtes auf die Hand tropfte. Ich hob den Kopf und bemerkte erst jetzt, dass es angefangen hatte zu regnen. Ich stand auf und irrte in der Gegend rum, bis ich eine Bahnstation gefunden hatte und mich auf den Weg nach Hause begab. Zu Hause habe ich dann meine Mailbox abgehört, es waren fünf Nachrichten darauf. Eine war von meiner Mutter. Sie wollte wissen, wie es mir den ginge und wünschte mir noch einen schönen Abend. Wenn sie nur wüsste. Die Anderen vier waren von meinen Freunden, die sich bei mir entschuldigen wollten. Sie wollten auch wissen was plötzlich mit mir los war. Sie meinten, dass ich mit blutunterlaufenden Augen und Wut verzehrten Gesicht abgehauen wäre. Ich habe ihnen Angst gemacht, aber nicht nur ihnen, sondern auch mir selbst!

22.1.07 23:42
 


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