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Stimmen

Ich kann nicht mehr. Ständig höre ich diese Stimmen in meinem Kopf. Ich glaube, ich werde langsam verrückt. Seit meinem letzten Eintrag fing ich an diese Stimmen zu hören. Schreie, die wie aus dem Nichts zu kommen scheinen. Hilfe rufe, die noch Minuten ,nach dem sie aufgehört haben in meinem Kopf wiederhallten. Und dann immer wieder diese eine Stimme, die meinen Namen ruft und mich Prinzessin nennt. Ich spüre, dass diese Stimme mir was sagen will, aber ich kann sie nicht verstehen. Oder will ich sie nicht verstehen?

Diese Nacht hatte ich wieder diesen Traum. Er scheint mir von Nacht zu Nacht realer. Dieses mal erreichte er wohl sein Höhepunkt. Ich hoffe es wenigstens. Er fing wie immer an. Nur kurz bevor ich an der Tür war, blieb ich stehen, weil ich eine unnatürlich Bewegung neben mir bemerkte. Ich drehte mich um und sah...mich. Ich erschrack so sehr, bei dem was ich sah, dass ich unbewusst nach hinten wich. Meine Haut war aschfall und meine Augen starrten mich aus dem Spiegel an wie leer. Mein normalerweise braunes Haar war schnee weiß geworden.

Mich überkam eine Gänsehaut und ich musste ein Aufwürgen unterdrücken, als mir bewusst wurde, was ich an hatte. Ich trug ein weißes bodenlanges Kleid, dass über mit Blut bedeckt war. Woher kam es? Wessen Blut war das? Mir flogen tausende von Fragen im Kopf rum, als ich einen Druck auf meiner Schulter spührte und durch meinen Körper mir eine bis dahin unbekannte Kälte floß. Erschrocken drehte ich mich um aber es war niemand hinter mir. Als ich wieder in den Spiegel sah, hatte ich das Gefühl, dass meine Haare um eine weiter Nuance weißer geworden sind.

Trotz meines langen Wochenendes wachte ich um drei Uhr morgens mit rasendem Herzen und schweißgebadet auf. Ich zitterte am ganzen Körper, denn die Kälte steckte mir immer noch in den Knochen. Ich nahm mir meine Decke um die Schultern und ging mit blosen Füßen zu meinem Spiegel. Zu erst stand ichmit geschlossenen Augen vor ihm, nahm aber dennoch meinen ganzen Mut zusammen und öffnete langsam meine Augen. Meine Haut war wie immer, vielleicht noch ein wenig blass von dem Traum und die Ringe unter meinen Augen zeugten von den letzten schlaflosen Nächten. Die Haare sahen auch aus wie immer. Mein Herz beruhigte sich langsam wieder. Nur, als ich mich um drehen wollte sah ich es. Zwei glühende Augen un meinem Spiegel, die immer undeutlicher wurden. Bevor sie ganz verschwanden hörte ich nich eine Stimme sagen: "Bald bist du mein"

Ich wachte auf. Schon wieder ein Traum, nur wirkte er so real. Zitternd umschlug ich meine Beine und fing an zu weinen. Nach ein paar Minuten legte ich mich wieder hin. Ich verfiel in einen traumlosen Dämmerschlaf. Meine Eltern waren weg und meine Bruder schlief noch, als ich schlaftrunken aufstand. Ich mied jeden Spiegel in der Wohnung. Zu wirklich war der Traum noch in mir. Als ich mir nach dem Duschen die Haare abtrocknete blieb mir mein Herz für ein paar Sekunden stehen. Eine zarte aber dennoch sichtbare weiße Strähne zog sich über mein Gesicht. Zu erst dachte ich, dass mir mein Bruder vielleicht einen, für ihn total untypischen Streich gespielt hatte. Aber dem war nicht so. Ich starrte für einige Minuten, die mir wie Stunden vorkamen in den  Spiegel. Was war mit meinen Haaren passiert? Das ist doch unmöglich!

Das Geräusch vom Wohnungsschlüssel hohlte mich wieder aus meinen Gedanken. Meine Eltern waren zurück und ich musste schnell was machen. Wie sollte ich ihnen die Strähne erklären? So schnell ich konnte band ich mir das Handtuch wie ein Turban um die Haare und verschwand mit einem kurzen "Hallo" in mein Zimmer. Dort überlegte ch mir fieberhaft, was ich machen sollte. Es war Sonntag und die Geschäfte hatten zu. Bis auf den Hauptbahnhof. Ich sagte meinen Eltern, dass ich keinen Hungern hätte und noch einmal weg müsste. Meine Haare verbag ich unter meinen lieblings Hut. Meine Eltern hielten gerade ein Nickerchen, als ich nach Hause kam und mir sofort meine Haare rot färbte. Ich habe extra darauf geachtet, dass sie auch graue Haare abdeckt. Nun sitze ich hier mit meiner neuen Haarfarbe und fürchte mich mehr den je ins Bett zu gehen.

15.1.07 00:43
 


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