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Silvester

Gott, ich bin immer noch etwas müde von der letzten Nacht. Ich war bei einer Freundin eingeladen. Es war lustig, wir haben einen Spieleabend gemacht. Zu erst haben wir Raclett gegessen und dann ein, mir total neues kartenspiel gespielt. Mein älterer Bruder hatte mir ein paar Stunden zuvor davon etwas erzählt. Für eine Runde haben wir, ich glaube so um die zwei Stunden gebraucht, danach haben wir uns Dinner for Brot angesehen. Die Parodie von Dinner for one von KiKa!

Um Mitternacht, waren wir dann draußen und haben erst mal schön die alten Geister vom letzten Jahr verjagt. Wäre echt schön, wenn das Funktionieren würde. Bei mir hat es nicht geholfen. Nach dem ich morgens nach Hause gefahren war, habe ich mich natürlich erst mal für ein paar Stunden hingelegt. Als ich wieder wach war, war ich noch alleine zu Hause. Und es überkam mich wieder, diese Seite an mir, die mir Angst macht. Ich dachte, dass sie schon vor Jahren verschunden wäre aber jetzt....

Ich saß im Wohnzimmer auf dem Sofa und laß in einem Buch. Naja, so sah es jedenfals aus. Ich selbst war aber wo anders. Eine geräuschlose Welt, mit einer knisternden ernergiegeladenen Luft, die man spüren kann um gab mich. Meine Hände und mein Bauch waren heiß obwohl es kalt im Zimmer war.Ich hörte meine Eltern meinen Namen rufen. Ich hatte nicht bemerkt, dass meine Eltern wieder zurück gekommen waren. Sie standen neben mir und haben mich besorgt angesehen. Sie sagten mir, dass sie mich schon mehr mals gerufen hätten. Aber ich habe sie nicht bemerkt, anscheinend war ich geistig so komplett in dieser Welt. Ich kenne diesen Ort so gut wie mein Gesicht im Spiegel. Aber dennoch macht er mir angst. Es war so dunkel und Gefährlich. Selbst jetzt noch, wenn ich daran denke über kommt mich eine Gänsehaut.

Denn ich spüre immer deutlicher diese Dunkelheit um mich, nein wohl eher in mir und um meine Seele. Ich werde wieder dunkel. Nur dieses mal ist es eine Dunkelheit, die ich zusätzlich spüren kann, und ich habe auch die Zweifel, ob ich sie dieses mal besiegen kann. Bzw. ob ich es auch will?

1.1.07 23:36


Die Hölle auf Erden

Eine Energie durch Strömt mich, wie ich sie noch nie gespührt habe. Ich kann nicht mehr ruhig stehen, sitzen oder sonst was. Ich kann sogar nicht mehr schlafen. Was ist nur los mit mir? So kenne ich mich garnicht. Meine Eltern machen sich schon Sorgen um mich. Meine Mutter meinte, ich sähe ja scheußlich aus! Ringe bis zum Boden und ich werde von mal zu mal blasser. Das Dunkle zehrt an mir, ob wohl es eher so ist, dass das Wesen, was ich jetzt bin versucht diese Seite dunkle Seite zu bekämpfen. Aber es wird stärker.

Vor einigen Tagen bin ich total ausgerastet. Ich spürte die Wut in mir aufkommen. Und sie war heiß, ich hatte das Gefühl an ihr zu verbrennen. Und all das nur wegen einem kleinen Jungen, der einen Böller von Silvester in eine, von mir sehr weit entfernten Mülleimer schmiss. Ich kann mich kaum noch daran erinnern, was passiert war. Es wurde nebelig um mich und ich konnte nur noch die Geräusche gedämpft wahrnehmen. Als ich wieder etwas sehen konnte, war was ich sah nicht all zu berauschend. Der kleine Junge lag mit dem Rücken auf dem Boden und hatte höllische Angst. Er versuchte von mir weg zu kommen, stieß aber an eine Bank. Ich selbst bekam Panik, als ich dieses Loch ein paar Meter neben ihm sah. War ich das gewesen? Tausende Gedanken flogen nur so durch meinen Kopf als ich mich um drehte und weg lief. Mir kamen die Tränen in die Augen und ich musste mehr mals blinzeln um die Tränen zu unterdrücken. Was für ein Wesen bin ich?

Die letzten drei Nächte hatte ich immer wieder diesen selben Traum. Ich sitze in einem großen Saal, der von Säulen geziehrt wird. Hohe Fenster, durch die kein einziger Lichtstrahl kommt sahen mit den langen dunklen Vorhängen aus wie leblose Augen, die einen Anstarrten. Ein Windzug den man nicht spüren kann lässt die Vorhänge zum leben erwachen. Ich sehe mich in dem Saal weiter um. Eine Eisentür erhob sich aus dem Schatten der den größten Teil des Saals einnahm. Ich ging auf sie zu und entdeckte, dass ich nicht alleine war. Seltsame kleine Ungetüme huschten zwischen den Säulen um her, während ihre Stimmen zu einem ohrenbetäubenden Lärm anwuchsen, da die Echos sich immer weiter auf wiegelten. Ich musste mir die Ohren zuhalten, denn ich hatte das Gefühl, dass mir mein Trommelfell jede Sekunde platzen könnte. Aber ich musste weiter. Irgendetwas zieht mich jede Nacht immer wieder zu dieser Tür. Jedesmal bevor ich sie erreiche, höre ich jemanden meinen Namen rufen. Der Ruf kommt nicht von außen, sonder er kommt aus meinem Kopf. Und dann redet die Stimme mich immer mit eure Hoheit und Prinzessin. Und kurz bevor ich glaubte, dass mein Schädel explodiert wachte ich auf. Und jedesmal war es gegen drei Uhr morgens und ich konnte nicht wieder einschlafen, weil ich zu starke Kopfschmerzen habe.

Heute wird es nicht anders sein! Ich traue mich kaum noch schlafen zu gehen. Aber was bleibt mir anders übrig? Morgen ist wieder Schule und ich brauche einen klaren Kopf dazu.

9.1.07 00:01


Stimmen

Ich kann nicht mehr. Ständig höre ich diese Stimmen in meinem Kopf. Ich glaube, ich werde langsam verrückt. Seit meinem letzten Eintrag fing ich an diese Stimmen zu hören. Schreie, die wie aus dem Nichts zu kommen scheinen. Hilfe rufe, die noch Minuten ,nach dem sie aufgehört haben in meinem Kopf wiederhallten. Und dann immer wieder diese eine Stimme, die meinen Namen ruft und mich Prinzessin nennt. Ich spüre, dass diese Stimme mir was sagen will, aber ich kann sie nicht verstehen. Oder will ich sie nicht verstehen?

Diese Nacht hatte ich wieder diesen Traum. Er scheint mir von Nacht zu Nacht realer. Dieses mal erreichte er wohl sein Höhepunkt. Ich hoffe es wenigstens. Er fing wie immer an. Nur kurz bevor ich an der Tür war, blieb ich stehen, weil ich eine unnatürlich Bewegung neben mir bemerkte. Ich drehte mich um und sah...mich. Ich erschrack so sehr, bei dem was ich sah, dass ich unbewusst nach hinten wich. Meine Haut war aschfall und meine Augen starrten mich aus dem Spiegel an wie leer. Mein normalerweise braunes Haar war schnee weiß geworden.

Mich überkam eine Gänsehaut und ich musste ein Aufwürgen unterdrücken, als mir bewusst wurde, was ich an hatte. Ich trug ein weißes bodenlanges Kleid, dass über mit Blut bedeckt war. Woher kam es? Wessen Blut war das? Mir flogen tausende von Fragen im Kopf rum, als ich einen Druck auf meiner Schulter spührte und durch meinen Körper mir eine bis dahin unbekannte Kälte floß. Erschrocken drehte ich mich um aber es war niemand hinter mir. Als ich wieder in den Spiegel sah, hatte ich das Gefühl, dass meine Haare um eine weiter Nuance weißer geworden sind.

Trotz meines langen Wochenendes wachte ich um drei Uhr morgens mit rasendem Herzen und schweißgebadet auf. Ich zitterte am ganzen Körper, denn die Kälte steckte mir immer noch in den Knochen. Ich nahm mir meine Decke um die Schultern und ging mit blosen Füßen zu meinem Spiegel. Zu erst stand ichmit geschlossenen Augen vor ihm, nahm aber dennoch meinen ganzen Mut zusammen und öffnete langsam meine Augen. Meine Haut war wie immer, vielleicht noch ein wenig blass von dem Traum und die Ringe unter meinen Augen zeugten von den letzten schlaflosen Nächten. Die Haare sahen auch aus wie immer. Mein Herz beruhigte sich langsam wieder. Nur, als ich mich um drehen wollte sah ich es. Zwei glühende Augen un meinem Spiegel, die immer undeutlicher wurden. Bevor sie ganz verschwanden hörte ich nich eine Stimme sagen: "Bald bist du mein"

Ich wachte auf. Schon wieder ein Traum, nur wirkte er so real. Zitternd umschlug ich meine Beine und fing an zu weinen. Nach ein paar Minuten legte ich mich wieder hin. Ich verfiel in einen traumlosen Dämmerschlaf. Meine Eltern waren weg und meine Bruder schlief noch, als ich schlaftrunken aufstand. Ich mied jeden Spiegel in der Wohnung. Zu wirklich war der Traum noch in mir. Als ich mir nach dem Duschen die Haare abtrocknete blieb mir mein Herz für ein paar Sekunden stehen. Eine zarte aber dennoch sichtbare weiße Strähne zog sich über mein Gesicht. Zu erst dachte ich, dass mir mein Bruder vielleicht einen, für ihn total untypischen Streich gespielt hatte. Aber dem war nicht so. Ich starrte für einige Minuten, die mir wie Stunden vorkamen in den  Spiegel. Was war mit meinen Haaren passiert? Das ist doch unmöglich!

Das Geräusch vom Wohnungsschlüssel hohlte mich wieder aus meinen Gedanken. Meine Eltern waren zurück und ich musste schnell was machen. Wie sollte ich ihnen die Strähne erklären? So schnell ich konnte band ich mir das Handtuch wie ein Turban um die Haare und verschwand mit einem kurzen "Hallo" in mein Zimmer. Dort überlegte ch mir fieberhaft, was ich machen sollte. Es war Sonntag und die Geschäfte hatten zu. Bis auf den Hauptbahnhof. Ich sagte meinen Eltern, dass ich keinen Hungern hätte und noch einmal weg müsste. Meine Haare verbag ich unter meinen lieblings Hut. Meine Eltern hielten gerade ein Nickerchen, als ich nach Hause kam und mir sofort meine Haare rot färbte. Ich habe extra darauf geachtet, dass sie auch graue Haare abdeckt. Nun sitze ich hier mit meiner neuen Haarfarbe und fürchte mich mehr den je ins Bett zu gehen.

15.1.07 00:43


Leere

Was habe ich nur getan? Wie konnte so was nur passieren? Oh Gott, ich drehe langsam durch. Wegen diesen Schlafmangel den ich seit der Sache mit dem Spiegel habe bin ich total still geworden und mega gereizt. Ich traue mich nicht mehr zu schlafen. Jedesmal, wenn ich ins Bett gehe habe ich angst, also liege ich bis morgens um was weiß ich was wach im Bett und starre die Decke an. Ich muss jetzt sogar wieder mit Licht versuchen zu schlafen. Und man sieht mir an, dass ich wenig schlafe. Ich bin blasser als sonst und die Augenringe gehen schon aufs schwarze zu. Ich gehe meinen Eltern weites gehens aus dem Weg. Sie würden sich nur zu viel Sorgen machen. Bei meinen Freunden sieht es da aber ganz anders aus. Am Anfang ist es ihnen nicht so sehr aufgefallen, weil ich schon öfters die Nächte zum Tage gemacht habe. Nur jetzt fangen sie an Fragen zu stellen! Aber wie soll ich ihnen erklären, was mit mir los ist? "Hey Leute wie geht's? Mal so neben bei, ich werde ganz langsam aber sicher verrückt. Denn ich sehe Augen in 'nem Spiegel, die nicht da sind. Meine Haare färben sich von alleine weiß, aber hey, sonst geht es mir blendent. Und, was machen wir heute abend?" So geht das doch nicht!

Genauso ist es bei diesem Gefühl. Es macht mir fast genauso viel angst wie meine Träume, diese Dunkelheit und die Augen. Es ist das Gefühl, als ob dir etwas fehlen würde. Es ist eine Leere, die kaum zubeschreiben ist. Mir kommt es immer so vor, als ob ich vor einem großen dunklem Krater stehen würde, von dem man die andere Seite und den Boden nicht sehen kann. Und es ist egal, wieviel Wasser, Sand oder sonst was rein werfen würde, er wird nie auch nur Ansatzweise voll werden. Dieser Blick in diese Leere in mir macht mir angst, denn nichts und niemand kann sie ausfüllen. Also, wie kann man seinen Freunden so was erklären, ohne dass sie einen gleich für total irre halten? Es gab und es wird auch immer nur diesen einen Weg geben: Lügen! Und das hasse ich wie sonst was. Ich erzählte ihnen irgendwas von vielen neuen Büchern, die ich bis spät in die Nacht lese, von einer neuen Spieleseite und von einem neuem Chatfreund aus Neuseeland. Für ein paar Tage fragten sie mich dann nicht mehr. Dann aber kam dieser verdammte Freitag. Meine Freunde stellten sich gemeinsam vor mich hin und sagten mir, dass ich endlich aufhören soll zu lügen, da sie es mir so oder so ansehen können. Sie bedrängten mich so sehr, dass ich schwarz gesehen habe. Mein Blick fing wieder an sich zu vernebeln, ich hörte nur noch das Blut in meinenen Ohren rauschen. Mir schoss der kleine Junge durch den Kopf. Ich musste sofort von meinen Freunden weg. Ich schubste meine Freunde zur Seite und rannte so schnell ich konnte. Das Blut in meinen Ohren hörte sich wie ein tosender Wasserfall an. Ich war blind und ich wusste nicht, wo ich hin lief. Ich spürte wie die Wut in mir immer stärker wurde. Und meine Gedanken halfen dabei. "Warum können sie mir nicht einfach glauben? Ist es denn so schwer zu verstehen, dass ich ihnen nicht die Wahrheit sagen kann? Ich will nicht, dass ihnen etwas passiert!"

Meine Lunge schmerzte, als ich aufhörte zu rennen und die Luft einsog. Aber ich merkte den Schmerz in der Lunge kaum, denn es war ein anderer Schmerz, der durch meinen Körper zog. Die Wut war immer noch da und stieg von Sekunde zu Sekunde. Ich hätte alles dafür getan, dass die Wut in mir blieb, als das getan zu haben was dann passierte. Jemand sprach mich von der Seite an und dann kam es mir so vor, als ob ich den Rest im Kino gesehen hätte. Neben mir stand ein Obdachloser in alten Klamotten und roch sehr strak nach Urin. Er hatte mich nach etwas Geld gefragt und ich...? Ich packte ihn mit einer Hand an den Hals und hob ihn hoch. In meinem Arm kribbelte das Blut. Ein starker Drang ihn zu würgen durch fuhr mich und ich ließ ihn zu. Ich drückte meine Hand fester um seinen Hals, ich konnte seinen Puls spüren. Er rasste! Der Mann bekam panik, seine Augen weiteten sich und er versuchte sich krampfhaft von mir zu reißen. Seine Schläge auf meinem Arm wurden wie sein Puls immer schwächer, bis beides aufhörte. Er fiel auf den Boden, als ich meine Hand von ihm löste. Ich schrack zusammen, als mir klar wurde was ich getan habe. Ich reif sofort einen Krankenwagen und machte mich daran ihn wieder zu beleben. Bevor der Krankenwagen eintraff, habe ich mich um die Ecke versteckt und den Sanitätern von weitem zugesehen. Ich bekam noch mit, dass es dem Mann soweit gut gehen würde und er es überlebt. Ich lehnte mich an die Mauer und sackte in miich zusammen. Zitternd und weinend saß ich zusammen gekauert in einer Straße, die ich nicht kannte. Irgendwann beruhigte ich mich und starrte auf meine Beine, als mich etwas feuchtes auf die Hand tropfte. Ich hob den Kopf und bemerkte erst jetzt, dass es angefangen hatte zu regnen. Ich stand auf und irrte in der Gegend rum, bis ich eine Bahnstation gefunden hatte und mich auf den Weg nach Hause begab. Zu Hause habe ich dann meine Mailbox abgehört, es waren fünf Nachrichten darauf. Eine war von meiner Mutter. Sie wollte wissen, wie es mir den ginge und wünschte mir noch einen schönen Abend. Wenn sie nur wüsste. Die Anderen vier waren von meinen Freunden, die sich bei mir entschuldigen wollten. Sie wollten auch wissen was plötzlich mit mir los war. Sie meinten, dass ich mit blutunterlaufenden Augen und Wut verzehrten Gesicht abgehauen wäre. Ich habe ihnen Angst gemacht, aber nicht nur ihnen, sondern auch mir selbst!

22.1.07 23:42


Schatten

Ich glaube, jetzt werde ich total verrückt. Heute nach der Schule war ich noch in der Stadt shoppen. Der freiwillige WSV hat angefangen und ich brauchte noch ein paar neue Sachen. Zuerst dachte ich, ich hätte mir die ganzen Schatten in den Schaufenster nur eingebildet aber dann sah ich es ganz deutlich. Ich stand vor einem Schaufenster und sah mir dort die Auslage an. Es war zuerst nur schemenhaft zu sehen, daher bemerkte ich es kaum. Dann aber nahm es Gestalt an. Zu erst die Augen, dann langsam das Gesicht. Es waren nicht nur die Augen, die mir sofort angst machten und mir jenen Traum wieder in mir wach reif, als wäre ich erst eben wach geworden. Nein, es war auch das Gesicht. Ich kannte es von irgendwo her, nur ich weiß es nicht mehr. Ich drehte mich um, um mich zu vergewissern, dass er nicht hinter mir steht. Er war nicht da. Ich konnte nur die Passanten sehen, die in der Einkaufsstraße ihre Besorgungen machten. Mein Herz raste, als ich mich wieder umdrehte. Ich stellte mir Szenen vor, dass das Gesicht nur von einer Schaufensterpuppe war und ich den Körper nicht gesehen habe. Oder das jemand mich einfach nur erschrecken wollte. Aber dem war nicht so. Als ich wieder ins Schaufenster blickte, war das Gesicht immer noch da. Es grinste mich an und ich hörte wieder diese Stimme in meinem Kopf. "Bald bist du mein!" Ich fing an zu schreien und lief wieder mal weg. Ich spürte die Blicke der Leute auf mir, aber das war mir egal. Ich wollte einfach nur da weg. Zu Hause angekommen, ging ich in mein Zimmer und schloss die Tür hinter mir ab. Ich erschrack, als ich an meinem Spiegel vorbei kam. War da wieder dieser Schatten? Ich hing ein großes Tuch über meinen Spiegel und verkroch mich in mein Bett. Ich werde verrückt!
23.1.07 17:37


Kälte

Ich bin verwirrt! Ich habe keine Ahnung was ich machen soll. Ich weiß, dass ich mich von meiner Vergangenheit befreien sollte - nein, muss - aber ich kann es nicht. Vorallem wie? Seit mehr als sechs Jahren spüre ich nichts mehr. Keine Freude, keine Trauer, keine Liebe! Nur die Gefühle wie Wut und Angst kann ich spüren. Aber auch nur dann, wenn sie sehr stark sind. Ich will mich doch nur selbst beschützen. Wenn ich meine Freunde auf distanz halte, dann doch nur um nicht verletzt zu werden. Niemand kennt mich wirklich! Ich versuche ja so weit es geht ehrlich zu meinen Freunden zu sein, aber zu mir selbst bin ich es nie gewesen. Ich belüge mich doch nur! Ich versuche stark mir einzureden,dass ich stark bin aber das was ich wirklich brauche ist Schutz. Jemand der mich vor der Welt beschützt, der mich vor mir selbst beschützt.

Die Dunkelheit kann mich nur angreifen, weil sie etwas in mir gefunden hat, dass ich nicht beschützen kann. Es greift das Kind in mir an, dass ich nicht dieser Welt aussetzen kann und darf. Die Welt ist nicht so, wie die Kinder in uns es verdient hätten. Sie ist voller Gewalt und Enttäuschungen. Aber würde ich es nicht stärken, wenn ich los lassen würde? Jeder hat doch ein normales Leben verdient oder? Kann ich diese Gefahr den eingehen wieder verletzt zu werden? Kann ich darauf hoffen, dass meine Träume wahr werden und nicht doch zerplatzen? Sind Träume am Ende nicht doch nur etwas, dass uns am Leben hält. Wenn wir auf hören würden zu Träumen, würden wir nicht dann sterben? Träume geben uns Hoffnung und die wiederum gibt uns die Kraft weiter zu machen, mit dem was wir wollen. Und wenn die Träume wahr werden, bekommen wir dann nicht neue Träume? Wenn man seinen Traum realisiert hat, will man es dann auch? Ich würde Erlösung erhalten, wenn ich los lassen würde, aber ich kann nicht! Meine Vergangenheit ist mir immer gegenwärtig. Sie ist etwas, dass zu mir gehört. Sie hat aus mir das gemacht, was ich heute und jetzt bin: ein Mädchen, dass von außen wie eine Erwachsene wirkt aber nichts weiter ist als ein 14 jähriges Mädchen, das leidet! Wieviele Menschen habe ich schon verletzt, dadurch wie ich bin?

Mir laufen die Tränen über die Wangen aber ich weiß nicht warum! Ich sollte die Traurigkeit spüren, tue es aber nicht. Ich weine zur Zeit so viel aber ich weiß nicht warum. Kommt es davon, dass ich einfach nur übermüdet bin? Trauere ich um mich selbst? Oder darum, dass ich seit einer Woche nicht mehr träume? Auch wenn der Traum mir angst gemacht hat, so hatte ich wenigstens Gefühle. Vielleicht ist die Dunkelheit ja doch nicht so schlimm. Sie beschützt mich einfach noch mehr. Sie wird mir helfen, mich vor allem und jedem zu beschützen!

4.2.07 02:34


Trockene Tränen

Ich möchte weinen, kann es aber nicht. Meine Tränen sammeln sich in meinen Augen aber sie wollen nicht fließen. Habe ich in letzter Zeit zu oft geweint? Oder ist es das Ende von allem? Bin ich nun ganz das, was ich sein wollte?

Meine Freunde können mich nicht verstehen. Ich habe ihnen nichts von meinem Packt erzählt aber sie sind nicht dumm. Sie merken, dass etwas nicht mit mir stimmt. Bin ich so anders? Ich höre ihnen bei ihren Problemen immer noch zu und gebe ihnen so weit ich kann Ratschläge. Sind sie so anders als sonst? Manche von meinen Freunden haben sich schon von mir abgewandt. Nicht körperlich, nein seelisch. Spüren sie was ich nun bin? Ihre Blicke ruhen auf mir, wenn ich etwas sage aber sie sehen mich nicht. So als ob ich nur ein Fernseher bin, der sie unterhält. Nur ein Gesicht unter vielen. Jeder Mensch hat die Möglichkeit sein Schiksal eine andere Richtung zu geben. Das Leben hat viele Gabelungen, ich habe mich für diese Entschieden. Können sie das nicht verstehen? Ich tue es doch auch für sie.

Ich träume zur Zeit nichts mehr. Wenn ich schlafe ist alles schwarz. Nur manchmal, wenn ich in diesem dämmerschlaf zwischen wachen und tiefschlaf bin, sehe ich Bilder. Bilder von einer Zeit die ich nicht mehr sehen werde!

12.4.07 00:12


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